
Der Neu gewählte Vorstand von links nach rechts
Schriftführer: Joachim Buddenberg
1. Vorsitzender: Markus Ferlemann
2. Vorsitzende Anna Bölscher
Kassenwart: Jürgen Wessel Ellermann
Beisitzer: Christian Emptmeyer

Am 04.04.2026 verstarb Heide Bölscher. Mit großer Trauer, aber auch mit tiefer Dankbarkeit nehmen wir vom JGV Wittlage Abschied von ihr.
Ihr Leben war von der Ausbildung und Arbeit mit Jagdhunden geprägt. Bereits im Alter von 12 Jahren führte sie ihren ersten Hund zur Jugendsuche.
Als Verbandsrichterin im JGHV sowie als Übungsleiterin in ihren eigenen Vorbereitungskursen begleitete Heide Bölscher über viele Jahre hinweg zahlreiche Hundeführerinnen und Hundeführer sowie deren Hunde. Mit herausragender Fachkompetenz, großem Engagement und bemerkenswerter Hilfsbereitschaft trug sie maßgeblich dazu bei, aus jungen Hunden verlässliche Jagdgefährten zu formen.
Seit mehr als 30 Jahren war sie im JGV Wittlage aktiv – einem Verein, den ihr Vater vor über 40 Jahren mitbegründete. Dort engagierte sie sich zunächst als Schriftführerin und Geschäftsführerin, bevor sie später das Amt der ersten Vorsitzenden übernahm. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des JGV Wittlage wurden ihr im vergangenen Jahr die Bronzene und die Silberne Ehrengabe des JGHV verliehen.
Darüber hinaus war sie im Vorstand des JGHV Niedersachsen tätig. In Anerkennung ihrer besonderen Verdienste um das Jagdhundewesen wurde ihr auf dem diesjährigen Verbandstag des JGHV in Fulda die Goldene Ehrengabe verliehen. Diese Auszeichnung konnte sie leider krankheitsbedingt nicht entgegennehmen.
Wir vom JGV Wittlage sind Heide Bölscher zu großem Dank verpflichtet. Mit ihr verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit, deren Wirken weit über ihr Leben hinaus Bestand haben wird. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie, die sie all die Jahre in ihrem Engagement unterstützt und begleitet hat.
Drohnen auf der Hundeprüfung
Mehr und mehr werden Drohnen mit Wärmebildkamera auch auf Hundeprüfungen eingesetzt. Suchen die Einen „nur“ nach Hasen, so suchen die Anderen nach dem Fasanenhahn im Altgrasstreifen und die Dritten verfolgen mit der Drohne in großer Höhe gar die Spurarbeit des Hundes auf der Hasenspur, um dann, vom Feldweg aus, eine Bewertung abzugeben. Die Argumente, die für dieses Vorgehen herangezogen werden, sind vielfältig.
Ist das sinnvoll und zielführend?
Im Rahmen unserer Verbandsprüfungen für Vorstehhunde sollen Hunde u.a. Wild suchen und aus der freien Suche heraus vorstehen. Das Wesen eines Hundes soll unter anderem in Arbeitspausen festgestellt werden, wenn andere Hunde am Wild arbeiten, z.B. einen Hasen jagen. Gemäß Prüfungsordnung sind hinreichend mit Niederwild besetzte Reviere die Voraussetzung für eine gewissenhafte und sorgfältige Durchführung der Prüfungen. Im Prüfungsalltag ist dies manchmal gar nicht so einfach – auch das ist Realität.
Wahr ist aber auch, dass es für eine gewissenhafte Prüfung unserer Hunde eben nicht reicht, mit einem einzelnen Hund den eingesassten Hasen vom Auto aus anzugehen oder Hunde gezielt an einen vorher mit der Wärmebildkamera gefundenen Fasan heranzuführen um Nasengebrauch, Suche und Vorstehen zu überprüfen. Man kann sich manchmal des Eindruckes nicht erwehren, dass bei manchen Richtern die rasche Rückkehr ins Suchenlokal vor der gewissenhaften Durchprüfung der Hunde rangiert und eben diese „Gewissenhaftigkeit“ für Manche ein durchaus dehnbarer Begriff ist.
Und wie gehen wir schlussendlich damit um, wenn auf einer Prüfung in der einen Gruppe das Wild mit der Drohne gesucht wird, während bei einer anderen Gruppe derselben Prüfung das Wild in mehreren Suchengängen der Hunde ohne technische Unterstützung gesucht und gefunden wird?
Beschlüsse des JGHV-Präsidiums
Das Präsidium des JGHV hat sich gemeinsam mit Vertretern der Stammbuchkommission über diese Entwicklung Gedanken gemacht und sich dabei vom Sinn unseres Prüfungsgeschehens leiten lassen. Das JGHV-Präsidium hat folgende Beschlüsse für die Durchführung von Verbandsprüfungen gefasst:
- Das Suchen von Wild zu Prüfungszwecken mit Drohnentechnik ist vor Beginn der Prüfung durch die jeweiligen Revierführer zulässig, um sich einen Überblick zu verschaffen.
- Sobald die Prüfungsgruppe im Revier angekommen ist, dürfen Drohnen weder zur Suche von Wild, noch zur Beobachtung der Hundearbeit – auch nicht aus großer Höhe – eingesetzt werden.
- Wärmebildhandgeräte dürfen während des Prüfungsverlaufes eingesetzt werden, aber die Suche nach Wild darf nicht zur „Rallye“ vom Auto aus verkommen.
- Es ist darauf zu achten, dass sich, insbesondere beim Arbeiten von Hasenspuren und während der Suche, die nicht aufgerufenen - d.h. die nicht arbeitenden Hunde - außerhalb der mitgeführten Fahrzeuge befinden und die Arbeit anderer Hunde mitverfolgen können.
Das Präsidium des JGHV bittet um strikte Einhaltung der Beschlüsse. Die Beschlüsse gelten ab dem Tag ihrer Veröffentlichung im Verbandsorgan.
Die Spezialzuchtvereine werden gebeten im Sinne der Beschlüsse zu agieren.
Quelle : JGHV-Präsidium im August 2025
Änderungen für die anstehenden Verbandsprüfungen und Wasserübungstagen:
-Die Meldungen zu den Verbandsprüfungen und den Wasserübungstagen ab sofort nur noch unter der mail- adresse :
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Bitte auf korrekte Nennung zur Prüfung achten, incl. Übersendung aller Unterlagen
